Bürgerinitiative "Pro Bücherei" - SPD-Stadträtin Friederike Sonnemann geht in die Offensive

Veröffentlicht am 05.12.2008 in Lokalpolitik

Elke Heidenreich als Schirmherrin?

SPD-Stadträtin Friederike Sonnemann will die eher skeptische Haltung der CSU-Fraktion zur Schaffung einer Stadtbibliothek nicht akzeptieren. Sie fordert, die bestehende Schulbücherei in eine öffentliche Bibliothek auszubauen - mit einem attraktiven Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Um zu zeigen, dass in Waldershof der Wunsch nach einer öffentlichen Bücherei besteht, und um ein Zeichen zu setzen, lädt Friederike Sonnemann am Mittwoch, 10. Dezember, ab 19 Uhr ins Gasthaus "Grüner Baum" zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative "Pro Bücherei Waldershof" ein.

Derzeit ist Friederike Sonnemann sogar im Gespräch mit der bekannten Buchautorin Elke Heidenreich. Sie will sie als Schirmherrin für die Waldershofer Bürgerinitiative gewinnen. Denn, so Sonnemann: Eine Bücherei könne sich zum kulturellen Treffpunkt einer Stadt entwickeln, könne die Lebensqualität von Waldershof enorm steigern. In vielen Gesprächen mit Waldershofer Bürgern habe sie gemerkt, dass in der Kösseinestadt der Wunsch nach einer Stadtbibliothek vorhanden sei, erzählt Friederike Sonnemann. Deshalb fordert sie, dass die bestehende Schulbücherei, die von Petra Krippner hervorragend geleitet werde, zu einer Stadtbibliothek erweitert wird. Ziel der Bürgerinitiative werde sein, zunächst einmal den Bedarf zu ermitteln, Unterschriftslisten lägen bereits aus.

Eine Menge Flugblätter sind bereits verteilt worden. Dazu Sonnemann im Gespräch mit unserer Zeitung: "Ich habe schon von sehr vielen Bürgern ein positives Echo erfahren. Sie stehen hinter diesen Aktivitäten." Die SPD-Stadträtin hofft nun, dass diese dann auch zur Gründungsversammlung kommen und so dokumentieren, wie wichtig eine Stadtbibliothek sei.

Zum Wohl der Bürger

Friederike Sonnemann hat die Hoffnung, dass die CSU-Stadtratsfraktion ihre Haltung noch einmal überdenkt, die Freien Wähler seien mit ihrer Argumentation auf ähnlicher Wellenlänge wie die SPD. Das Wohl der Bürger müsse im Vordergrund stehen. Bedauerlich findet die SPD-Stadträtin in diesem Zusammenhang, dass mit Josef Daubenmerkl und Stefan Müller (beide CSU) auch zwei Pädagogen gegen eine Stadtbibliothek seien. Sie wolle keinen Konfrontationskurs mit der Mehrheitspartei, sondern "ein Miteinander zum Wohle der Bürger". Traurig stimme sie das Argument der CSU, in Marktredwitz gebe es eine gute Bibliothek, die die Waldershofer nutzen könnten. Sonnemann: "Unser Ziel muss doch sein, Waldershof so attraktiv wie möglich für unsere Familien zu machen." Niemand würde doch beispielsweise auf die Idee kommen, das Schwimmbad in Waldershof nicht weiter zu pflegen, nur weil es im nahe gelegenen, gut erreichbaren Marktredwitz ein neues und gut ausgebautes Freibad gebe. Das Waldershofer Kösseinebad koste jährlich über 30 000 Euro. Genauso würde niemand darauf verweisen, Vereine und Jugendräume in Marktredwitz zu nutzen.

Pro Jahr 10 000 Euro

Nicht nachvollziehen kann Friederike Sonnemann die von der CSU ermittelten Beträge von rund 50 000 bis 90 000 Euro, die die Bibliothek kosten soll. Sie habe ein professionelles Gutachten der Landesfachstelle für Bibliothekswesen erstellen lassen, das besage, dass ein Startguthaben von 18 000 Euro nötig sei und jährlich 10 000 Euro zu den jetzigen Kosten für die Schulbücherei hinzukämen. In Gesprächen mit Vertretern von vergleichbaren Nachbarstädten seien ihr ähnliche Kosten genannt worden.

aus oberpfalznetz.de

 
 

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